Mesut Kimsesiz ist unabhängiger Betriebsrat bei Rheinmetall-MAN in Wien. Von 26. Bis 28. August war er im Hungerstreik um gegen die drohende Entlassung von 147 Kolleginnen und Kollegen zu protestieren. (Siehe dazu unsere Erklärung). Hier bringen wir nun ein kurzes Interview mit Mesut, über seinen persönlichen Werdegang im Betriebmesut_rheinmetall_man_kündigung_streik, Leiharbeit, seinen Protest und die dabei gestecken Ziele. Anmerkung: Das Interview  wurde am 28. August, dem letzten Tag des Hungerstreiks, geführt.

KkA: Seit wann bist du bei Rheinmetall-MAN und wie bist du dort hin gekommen?

Mesut Kimsesiz (M.K.): Seit sieben Jahren. Zuerst war ich hier als Leiharbeiter beschäftigt, eineinhalb Jahre lang. Ich begann als Schweißer. Heute stehe ich am Band. Seit zwei Jahren bin ich in der Gewerkschaft aktiv und vor rund eineinhalb Jahren wurde ich zum Betriebsrat gewählt.

Gab es schon mal so eine Kündigungswelle bei euch? Wie sind eure Erfahrungen im Umgang mit sowas?

M.K: 2006, knapp vor meiner Zeit, war eine ähnliche Situation. Doch Gegenwehr oder Ähnliches, da war damals nichts. Alle haben das akzeptiert. Jetzt sehen die Leute das ernster und teilweise auch kämpferischer.

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Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es nun eine konsequent kämpferische, klassenbewusste Betriebsinfo bei GM/Opel in Wien-Aspern. Die politischen Grundlagen auf denen sie entstand, wurden im Metallerstreik 2011 gelegt. Wir freuen uns hiermit die neue Ausgabe präsentieren zu können (wohl eine der bisher besten) und rufen alle Kolleginnen und Kollegen an dieser Stelle nochmals auf, uns zu berichten, egal ob mündlich oder schriftlich. Informiert uns über…

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Nachträgliche Anmerkung (28.8.): Der Protest von Mesut und die Lage der Kolleginnen und Kollegen bei Rheinmetall/MAN-Liesing ist hart. Wir rufen unsere Leserinnen und Leser, ob Organisationen oder EInzelpersonen, dazu auf, uns kurze Solidaritätsbotschaften zu schicken (siehe „Kontakt“), die wir unter den Kollegen im Werk verbreiten können! Das kann wichtig sein Mut zu machen und die kämpferische Haltung stärken. Hoch die internationale Solidarität! # Nachtrag Ende #

Seit 26. August ist unser Kollege Mesut Kimsesiz im Hungerstreik. Mesut ist Betriebsrat bei Rheinmetall/MAN in Wien Liesing. Eben dort sollen nun rund 150 Kolleginnen und Kollegen gekündigt werden. Schon im späteren Frühjahr 2013 war von derartigen Plänen der Kapitalisten zu hören, weshalb es durch das KkA zu diesem Zeitpunkt auch mehrere Interventionen beim Werk gab. Damals schoben die Unternehmer und ihr Management das Argument vor, dass die Auftragslage schlecht sei und deshalb die Kündigungspläne im Raum stehen würden. Auch damals schon war das nur ein vorgeschobenes Argument, weil wir Arbeiterinnen und Arbeiter in Wahrheit nicht verantwortlich sind dafür, ob die Kapitalisten auf ihrem krisengeschüttelten Markt Aufträge einheimsen können oder nicht. Es besteht also keinerlei Veranlassung, dass wir für den Scherbenhaufen, vor dem ihr Wirtschaftssystem steht, auf Kosten unserer Arbeitsplätze zahlen sollen.

Wie dem auch sei, selbst dieses vorgeschobene Argument der „Auftragslage“ ist heute vollständig entlarvt. Denn inzwischen konnte der MAN-Standort Liesing mindestens einen Milliardenauftrag für sich gewinnen (bekannt sind Aufträge aus Schweden und Australien). Trotzdem sollen Stellen abgebaut werden! Dieser Umstand zeigt uns, wie wenig die Floskeln des Managements von Rheinmetall/MAN wert sind, und dass es ein Fehler war, wenn ihnen einige dennoch glaubten. Wir müssen verstehen: Bei allen Abmachungen und Abkommen die wir in einem Betrieb mit dem Kapital treffen, kommt es nicht auf das „Wort“ an, und schon gar nicht auf die „Ehre“, sondern schlicht und ergreifend auf Interessen und Macht. Und sobald sie die Macht und das Interesse haben uns auf die Straße zu setzen und trotzdem ordentliche Gewinne einzustecken, werden sie das auch tun. Wenn wir das vergessen, sind wir ihnen schon ausgeliefert.

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(Die Initiative die derzeit folgendes Flugblatt verteilt, wird von uns unterstützt) Wohnen wird immer teurer. In den vergangenen Jahren, stieg der Hauptmietzins laut „Wiener wohnen“ um 326 Prozent! Ein immer größerer Teil unseres Lohns geht nur für Miete und Betriebskosten drauf. Nicht wenige müssen Schulden machen, um sich das Wohnen überhaupt noch leisten zu können. Dabei geht es hier gar nicht um besonders tolle oder „luxuriöse“ Wohnungen, sondern um ganz normale, durchschnittliche Wohnungen, in denen wir leben.

Dass die Frage des Wohnens ein immer größeres Problem wird, haben auch die Parteien des herrschenden Systems erkannt. Deshalb spielen sie uns jetzt vor, dass sie alle recht eifrig um „Lösungen“ bemüht sind. Dabei sind sie selbst, alle diese Parteien (von den Grünen bis zu FPÖ) in Wirklichkeit Miethaie. Sie kennen die Probleme von uns Arbeitern mietwuchernicht und können sie auch nicht lösen, sondern schlagen aus unserer Lage gemeinsam mit den ihnen nahestehenden Vermietern und Firmen auch noch Profite! Die SPÖ hat „Wiener wohnen“ als Parteibetrieb der uns schröpft, die ÖVP ist sowieso eine Partei der Immobilienbesitzer, FPÖ-Chef Strache wohnt in einer Villa wo er zwischen 2.600 und 4.000 Euro Monatsmiete bezahlt (und spielt sich gleichzeitig als „Volksvertreter“ auf!) und die Grünen sind eine schlechte Kopie der ÖVP, das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Mieten in den Bezirken wo sie stark sind! Also, was können wir uns von diesen Figuren schon großartig erwarten?! Nichts. Selbst wenn sie jetzt sagen, dass sie neue Wohnungen bauen wollen, ist das nur dazu gut, um den Bauunternehmern größere Profite zu ermöglichen, denn derzeit stehen alleine in Wien rund 80.000 Wohnungen leer – um die Mieten hoch zu halten!

Nur wenn die Arbeiter sich zusammenschließen und für ihre Interessen kämpfen, wird sich etwas ändern! Wir kämpfen für eine generelle Mietsenkung, die Wohnen für uns Arbeiter wieder leistbar macht.

Wir wollen auch Eure Erfahrungen, Ansichten und Anliegen sammeln und mit Euch darüber sprechen, was wir gemeinsam im Kampf gegen den Mietwucher tun können. Fest steht: Wir müssen selber etwas tun, denn die Parteien und Immobilienbesitzer selber, werden uns nichts schenken!

EINLADUNG ZUM INITIATIVEN-TREFFEN:

Kommt am 28.6.2013 um 19.30 Uhr

Cafe „Zum alten Fuchs“

Johnstraße 50, Wien, 15. (10A, 49er, U3 Johnstraße, 12A)

Unser Transparent auf der 1. Mai Demonstration in WIen. Wir griffen damit als einzige politische Kraft die derzeitigen Angriffe gegen die ArbeiterInnen bei SIemens und MAN auf und versuchten über den Bezug zu Opel Bochum auch die internationale Solidarität der ArbeiterInnenklasse zu betonen!

Unser Transparent auf der 1. Mai Demonstration in Wien. Wir griffen damit als einzige politische Kraft die derzeitigen Angriffe gegen die ArbeiterInnen bei Siemens und MAN/Liesig auf und versuchten über den Bezug zu Opel Bochum auch die internationale Solidarität der ArbeiterInnenklasse zu betonen!

Als Komitee Kämpferischer ArbeiterInnen, gingen wir auf der 1. Mai Demonstration in Wien in einem Block mit den anderen Teilorganisationen des Revolutionären AUfbaus und mit unseren GenossInnen von PARTIZAN, einem Zeitungskollektiv aus Türkei/Kurdistan. Einen ausführlichen Bericht zur gelungenen Demonstration findet ihr HIER!

Solidarische Grüße und herzlichen Dank an alle GenossInnen und KollegInnen die uns am 1. Mai 2013 tatkräftig unterstützt haben! KKA

Unterstützer des KkA verteilten heute am 30.4. vor dem Werk – MAN-Liesing – Flugblätter des KkA, zur Mobilsierung der Arbeiter und Arbeiterinnen für die kämferische 1.Mai Demonstration. Doch die Geschäftsführung des Werks verordnete einen Schließtag.

Also einen Tag an dem zwar eigentlch Arbeitszeit wäre aber die Kollegen ohne oder nur mit geringer Bezahlung nicht ihrer Arbeit nach gehen dürfen. Das erfuhren wir von einem Kollegen der zu jenem Teil der Belegschaf gehört die trotzdem arbeiten geht, weil sie entweder nicht direkt in der Produktion stehen oder nicht verzichtbar sind (Techniker,Angestellte, etc.). Dieser Kollege erzählte uns auch davon, dass solche Schließtage öfter vorkommen, zum Beispiel bei Fenstertagen oder teilweise an Freitagen, usw. Ebenfalls berichtete er darüber, dass die Unternehmer Kurzarbeit ins Auge fassen würden. Beides ist eine ausgesprochene Schweinerei, weil die Arbeiter und Arbeiterinnen auf einen Teil ihres Lohns ganz einfach verzichten müssen obwohl sie arbeiten könnten und auch wollen! Somit wälzt der Konzern die gesamte Last einer Krise direkt auf die Arbeiter und Arbeiterinnen ab!

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Am 22. April verteilten Aktivisten unseres Komitees Flugblätter bei MAN-Liesing. Unsere Flugblätterarbeiterkampf kamen sehr gut an und mehrere Kollegen stimmten den Losungen „Nein zu allen Kündigungen! Kampf um jeden Arbeitsplatz!“ zu.  Nur ganz wenige meinten, dass es „eh keinen Sinn“ habe.

Wir hatten bei der Aktion Gelegenheit, mit mehreren der Kollegen kurz darüber zu sprechen wie sie die Lage beurteilen. So gibt es die Meinung, dass MAN den Rausschmiss von bis zu der Hälfte der Belegschaft vor allem deswegen bekanntgegeben hat, um Geld vom Staat zu erhalten. Wir denken, dass das durchaus möglich ist, denn bei anderen großen Konzernen ist so eine Vorgehensweise immer wieder mal vorgekommen. In Wirklichkeit ist diese Methode besonders hinterhältig und arbeiterfeindlich. Warum? Erstens, werden wir Arbeiter bei solchen Manövern zwischen Unternehmern und dem kapitalistischen Staat nur als Schachfiguren benutzt. Unsere Existenzen werden dabei als „Spieleinsatz“ gehandelt. Das lehnen wir ab und dagegen wehren wir uns! Zweitens, wenn das Management mit dieser Geldbeschaffung durchkommt, heißt das, dass sich die Arbeiter in Wirklichkeit die Firma selbst zahlen, denn woher sonst kommen die Gelder die sich das Management dann einstreift, wenn nicht von unseren Steuern? Die Arbeiter produzieren dann also alles womit MAN Profit macht und sollen sich auch noch den Standort selbst zahlen! Das heißt nichts anderes als „doppelte“ Ausbeutung!

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arbeiterkampfDer 1. Mai ist der internationale Kampftag der Arbeiterklasse! Für die Arbeiterbewegung ist dieser Tag mit großen Siegen im Kampf um bessere Lebensbedingungen verbunden, wie z.B. der 8-Stunden-Tag, Arbeitslosenabsicherung, Kündigungsschutz, usw.  Doch heute ist „Krise“ und diese Errungenschaften werden angegriffen…

Während die Herrschenden immer wieder von einem „absehbaren“ Ende der Krise reden, sehen wir es jeden Tag, dass das bloße Propaganda ist. Denn ihre „Krisenlösungen“ bedeuten für uns noch stärkeren Lohnabbau, Arbeitslosigkeit, Massenentlassungen, Werksschließungen, Sozialabbau und Pensionskürzungen! Das ist der Preis den wir dafür zahlen sollen, dass ihre Profite wieder stimmen. Unsere Arbeitskraft wird immer stärker ausgebeutet, und sind wir mal rausgeschmissen, dann wird uns die Arbeitslose gekürzt und das AMS glaubt mit uns tun zu können, was immer es will. Bei den Mieten geht es genauso weiter. Die stiegen in den letzten  Jahren immer weiter und viele von uns sind gezwungen, die schlimmsten Löcher als Wohnung anzunehmen. In Wirklichkeit führen die Herrschenden einen permanenten wirtschaftlichen Krieg gegen die Arbeiter!

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1. Mai 2013 – Termine für Linz und Wien

Veröffentlicht: April 18, 2013 in Termine/Aktionen
Schlagwörter:

Beteiligt euch an den Demonstrationen in Wien und Linz!

Wien: 1. Mai 2013, 10.00 Uhr bei der Oper (U2, U1, U4 Karlspaltz), Treffpunkt beim Transparent des Revolutionären Aufbaus: „Voran im Kampf um die Rechte der Arbeiterklasse und Volksmassen!“

Linz: 11.00 Uhr Straßenbahnstation Volksgarten, beim Infotisch des KJV
(Linie 1,2,3,17,19,12,45,46)

1. Mai 2013 _ HP

Anfang April erschien der Rote Antrieb Nr.5. Dabei handelt es sich um eine Betriebszeitung, bzw. ein Infoblatt Cover_Betriebs-Info Nr.5hauptsächlich für Betriebe der Metallbranche (mit Schwerpunkt bei GM/Opel Aspern in Wien), dessen Herausgabe vom Komitee kämpferischer ArbeiterInnen (KKA) unterstützt wird. Der Rote Antrieb Nr.5 erscheint zu einem Zeitpunkt, wo schwere Angriffe auf die Arbeiterklasse anstehen, und das nicht nur weltweit, sondern auch in Österreich.

Triumph in Wiener Neustadt sperrt zu, Stellenabbau bei der Bene Möbelfabrik und rund die Hälfte der Belegschaft von MAN-Liesing soll rausgeworfen werden… In anderen Ländern geht es ähnlich zu, z.B. in Frankreich, doch dort setzen viele Arbeiterinnen und Arbeiter den Plänen der Unternehmer auch sehr kämpferischen Widerstand entgegen.

Mehr zu alledem könnt ihr hier nachlesen, wo ihr den Roten Antrieb Nr.5 als PDF zum Download findet (Hier klicken: PDF-Ausgabe_OÖ //  PDF-Ausgabe_Wien). Erstmals erscheint der Rote Antrieb in zwei „Länderausgaben“, eine für Oberösterreich, die andere für Wien.

Viel Interesse beim Lesen!

Leserbriefe, Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht! (einfach eine E-Mail an: kampf.arbeiterinnen@gmx.at)

Inhalt Roter Antrieb Nr.5…

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